Staubige Tage

Posted on (Updated on 5 Jan 2018)
Oh, diese faulen, nebligen Tage der 60er. Cilla macht ihr Ding, Petula Clark gibt der Musik Leben ein. Swinging London war der richtige Ort. Täglich überschwemmte neue Musik die Szene. Und dann war da **noch Dusty Springfield**. Sie wurde an einer Klosterschule ausgebildet, hatte eine leicht dysfunktionale Familie und war eher ein Wildfang, Musik war, vielleicht lässt sich daraus schließen, ihre Erlösung.
Daraus entstanden so großartige Songs wie 'I only want to be with you', 'Son of a Preacher Man', You Don't Have to say you Love Me' und die Zusammenarbeit mit The Pet Shop Boys zu 'What have I done to deserve this'.  Bei so einer herausragenden Reihe an Hits könnte man meinen, Dusty the Musical wäre ein sicherer Erfolg.  Das Musical begann im Mai 2015 im **Charing Cross Theatre** mit Vorpremieren. Allerdings war sie von Problemen geplagt und erlitt unter anderem das Unglück von Behauptungen über Unruhen unter den Darstellern, die mit einer dreimonatigen Verzögerung und dem Verlust von neun Darstellern endeten. Es schien, als wolle es in die Fußstapfen von Let It Be – The Beatles Musical – treten, indem es Archivaufnahmen von Dusty und einer Live-Band nachahmte, was jedoch oft aus dem Takt war. Die allgemeine Meinung der Kritiker war, dass die Serie an Überzeugung mangelte, dem Projekt verpflichtet war und es nicht geschafft habe, die Frau hinter der Serie zu erforschen.  **Forever Dusty**, die neue Serie, hofft, das zu ändern. Es basiert auf den Memoiren und Notizen von Vicki Wickham, einer engen Freundin von Dusty. Was diese Inkarnation der Serie vielleicht tun sollte, ist, Dustys Dunkelheit (sicherlich gegen Ende ihres Lebens – mit dem Kampf gegen Krebs, das Offenbaren ihrer Sexualität und Drogenmissbrauch) frischer Luft und Licht zu zeigen. Die Songs selbst werden die Zeit überdauern, tatsächlich ist Dusty ein Alumnus der Rock and Roll Hall of Fame-Klasse von 1999.  Was erforderlich ist, damit die Serie der durchschlagende Erfolg wird, der sie verdient, ist, mutig und zugleich sympathisch zu sein. Nicht von den Problemen in Dustys Leben zurückweichen, denen sie sich stellen musste, sondern sie mit der nötigen Sorgfalt und Sensibilität behandeln, die nötig ist. Ihre Liebe zur Musik wurde vor allem von ihrem Vater vermittelt, und sie hatte ein breites Spektrum an Einflüssen. Vielleicht kann die neue Serie die Beziehungen erforschen, die Dusty in ihrem Leben hatte – von den sehr öffentlichen Beziehungen bis hin zu dem, was tatsächlich hinter verschlossenen Türen passierte und ein geheimes, doppeltes Leben führen musste.  Wir alle erkennen Dustys Ton und Wärme und natürlich ihre Lieder. Wir müssen auch das Leben hinter der Stimme erkennen.  Termine und Laufzeiten der Serie wurden noch nicht bekannt gegeben. Bitte schauen Sie für weitere Ankündigungen bei [uns](https://www.londontheatredirect.com/musicals) vorbei.

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By Kay Johal

Kay liebt besonders Musicals und hat eine Leidenschaft fürs Schreiben.