Evita-Rezension: Jamie Lloyd schlägt erneut zu – und diesmal hat er Evita auf die Straße gebracht
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Wenn du nach dem Regelbuch suchst, ist es im Müll. **Jamie Lloyd** meistert es, es aufzureißen und das Theater aufregend 'jetzt' wirken zu lassen. Sein *Evita*
### **Ja, sie ist auf dem Balkon – und es funktioniert**
Lass uns das ansprechen: *Don't Cry for Me Argentina* findet draußen statt. **Rachel Zegler** betritt den [Balkon des Palladiums](https://www.londontheatredirect.com/venue/london-palladium-london) und singt für Soho, während der Moment live im Theater übertragen wird. Für diejenigen von uns, die drinnen sind, fühlt sich der Moment nicht weniger 'lebendig' oder elektrisch an. Es wird in Echtzeit auf hoch aufragenden Leinwänden ausgestrahlt und verwandelt das Theater in etwas fast Opernhaftes. Sie verlässt das Gebäude nicht – sie erweitert es, und du verpasst den Moment nicht; Du siehst, wie es verstärkt wird.
Anstatt mich ausgeschlossen zu fühlen, hatte ich das Gefühl, dass das Publikum im Inneren zu Mitverschwörern an etwas Größerem wurde – stolze Beobachter eines Spektakels, das aus den Theaterwänden bricht und auf die Straßen strömt. Und wenn **Zegler** auf die Bühne zurückkehrt, herrscht eine fast ausgelassene Intimität: Wir haben gesehen, wie sie die Stadt beherrscht; jetzt sehen wir sie wieder ganz nah. Die Pracht draußen macht die folgende Stunde noch intimer. Ehrlich? Es ist ein genialer Schachzug. Das Ausmaß, die Symbolik, das schiere Drama – es schmälert den Moment nicht; Es vergrößert es.
**Zegler ist faszinierend**
**Zegler** ist magnetisch. Du kannst den Blick nicht von ihr abwenden. Mit mitreißenden Vocals und emotionaler Tiefe fängt sie sowohl den Stahl als auch die Seele von Eva ein. Ihre Darstellung verleiht einer Frau, die so oft zu Mythos wird, Nuancen. Glamourös, ja – aber auch rau, zerrissen und voller Ehrgeiz. Sie bittet nicht um dein Mitleid; Sie zieht von Anfang an deine Aufmerksamkeit auf sich.
**Eine Wiederbelebung, die es wagt, herauszufordern**
Diese *Evita* interessiert sich nicht für Nostalgie. Sie nimmt den Pomp ab, um härtere Fragen zu stellen: Was ist politische Performance? Was kostet Ruhm? Das Ensemble wirkt wie eine kollektive Kraft – mehr ein griechischer Chor als Background-Tänzer –, die Eva nicht als Heldin oder Bösewicht darstellt, sondern als Frau, die sich in einer Welt bewegt, die sie gleichermaßen verehrt und zerstört.
Und keine Sorge, abgesehen vom ikonischen *Don't Cry For Me Argentina* sind all deine Favoriten noch vorhanden und korrekt, wie *Buenos Aires* und *Another Suitcase in Another Hall*, gefertigt vom legendären Duo **Tim Rice** und **Andrew Lloyd Webber**. Und warte nur ab, die Choreografie ist inspiriert!
**Eine Serie, die Gespräche anregt**
Ist es polarisierend? Absolut. Ehrgeizig? Unbestreitbar. In einem Meer sicherer Wiederaufnahmen überschreitet diese *Evita* ****mutig Grenzen mit **Jamie Lloyds** charakteristischen Akzenten: riesige Bildschirme, minimalistische Kulissen, Dachauftritte, Ströme aus Bühnenblut, Straßenserenaden – und natürlich ein Kleiderschrank voller schwarzer Boxershorts und genug Konfetti, um das West End zu bedecken.
Mit **Rachel Zeglers** Starrolle als Anker wurde [*Evita*](https://www.londontheatredirect.com/musical/evita-the-musical-tickets) einfach zur Show des Sommers. Er spielt für eine begrenzte Spielzeit bis Samstag, den 6. September. Buchen Sie Ihre Tickets jetzt.
P.S. Im Ernst, wer bestellt 100 Paar schwarze Boxershorts, 20 Liter Bühnenblut, 500 Luftballons und *all* das Konfetti? Ich möchte einfach nur sehen, wie das Finanzteam die Augen verdreht, wenn diese Quittungen ganz einfach per E-Mail eingereicht werden.