REZENSION: Ein Amerikaner in Paris ". . . ein angenehmer Abend im Theater"

Posted on
Die Art-déco-Elemente des Dominion Theatre bieten ein passendes Zuhause für das Musical An American in Paris aus den 1940er Jahren. Basierend auf einem gleichnamigen Gene-Kelly-Film liefert die Serie alles, was man von einem Musical jener Zeit erwarten würde. Das Kostüm, die Choreografie und die Musik sorgen für eine nostalgische Atmosphäre – etwas, das Fans von La La Land ansprechen wird.
Die Geschichte selbst ist relativ geradlinig. Es gibt drei Männer, die alle das eine Mädchen, die Primaballerina, lieben. Ein Element von Verwirrung und Geheimhaltung folgt, wobei die wahre Liebe siegt und am Ende alles gut wird.  Für mich waren Bob Crowleys Entwürfe nicht die Story, sondern der Star der Show. Der clevere Einsatz von Projektion in Kombination mit physischen Bühnenelementen machte das Stück visuell fesselnd und zur perfekten Kulisse für die groß angelegten Tanznummern. Die Projektionen erinnerten an Pariser Aquarelle, wie sie von Straßenverkäufern in Montmartre mit Ballettspiegeln und Inszenierungen verkauft wurden, die Bilder von Degas-Meisterwerken heraufbeschwören.  Insgesamt fand ich die Produktion schön, aber das war alles. Es war ein angenehmer Abend im Theater und ich freue mich, die Show gesehen zu haben, aber schön ist nicht genug, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Serie ist stilistisch elegant und nostalgisch, aber es fühlt sich an, als würde etwas fehlen.  Vielleicht liegt es an der Musik. Nur das halb einprägsame I Got Rhythm schien einen Nerv zu treffen (sozusagen). Ich bin sicher, viele andere werden anderer anderer Meinung sein, und deshalb bitte ich dich, die Serie selbst zu entdecken und deine eigene Schlussfolgerung zu ziehen. Allein schon im zweiten Akt lohnt es sich auf jeden Fall.

Tagged as


By Harrison Fuller

Theaterleiter, Schriftsteller, Schöpfer.