The Great Gatsby London Musical Review – Es ist ein Umschlag, Old Sport

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*Ein jazzgetränkter Mitternachtstoast eines Musicals – üppig, schwebend und von Sehnsucht durchdrungen.* *F. Scott Fitzgerald* *hätte eine zweite Flasche bestellt und wäre für mehr geblieben.* Die Bühne leuchtet grün, während Gatsbys Silhouette über das Wasser auf das blinkende Licht auf Daisys Steg blickt – eines der ikonischsten Bilder der amerikanischen Literatur, ein Symbol für Sehnsucht, Illusion und das funkelnde Versprechen des amerikanischen Traums. Und so geht es los: ins Long Island der 1920er Jahre, eine jazzgetränkte Welt voller Romantik, Herzschmerz und einer verdammt guten Party.


**Jamie Muscatos** Gatsby ist eine Offenbarung. Als er "For Her" singt, schmerzt sein Schrei "*Daisy..."* so sehnsüchtig, dass es sich anfühlt, als würden Champagnerkorken aus ihren Flaschen springen. Wir sprechen hier von einem aufsteigenden Gesangsaufstieg, ähnlich wie Chris' "Why, God, Why?" in *Miss Saigon* – schwungvoll, verzweifelt und knapp an Verzweiflung. **Muscatos** Gatsby ist teils verwundeter Kriegsheld, teils verliebter Schuljunge und völlig verloren in einer Fantasie aus fünf vergangenen Jahren. Diese Fantasie ist in jeden Zentimeter der Produktion geschrieben. Sein Herrenhaus, Stein für Stein aus Frankreich importiert, vermittelt *Beauty-and-the-Beast-Vibes* (mit einem düsteren Mann im Schatten, der von der Vergangenheit heimgesucht wird) und eine Portion von Mad Hatters Teegesellschaft. Gatsby veranstaltet Soirées von mythischem Ausmaß – Pailletten, Feuerwerk, fließender Champagner und der gelbe Rolls, der draußen wie ein goldenes Ticket schnurrt. Im Juni ist Silvester, Liebling, und alle sind eingeladen! Das Set flüstert ständig davon, was noch kommt: gesprenkelte Lichtflackern wie eine Warnung, und diese Poolstufen? Sie sind von Anfang an da – keine Spoiler, aber die Stimmung weiß, was auf sie zukommt. Zwischen all dem Glanz trifft der Kontrast des trostlosen Tals der Asche hart. Diese Serie weiß, wie man Dekadenz und Angst ausbalanciert. Daisy, mit Wärme und Feuer gespielt von **Frances Mayli McCann**, ist hier kein passives Traummädchen. Sie ist kompliziert, zerrissen und – entscheidend – real. Gatsby mag in eine Idee von ihr verliebt sein, dieses goldene, unantastbare Leuchtfeuer, dem er seit Jahren nachgejagt hat, aber diese Daisy ist nicht das grüne Licht. Sie ist eine Frau, die von Privilegien geprägt und von der Angst vor Veränderung gelähmt ist, gefangen in einem goldenen Käfig, in dem Komfort immer über das Chaos siegt. Ihr Wiedersehen knistert vor Spannung – ist es Liebe oder nur Nostalgie in einem *wirklich* schönen Kleid? Gatsby hat seine ganze Identität darauf aufgebaut, sie zurückzugewinnen, aber Daisy ist zu sehr in die Welt verstrickt, die sie gemacht hat. Diese Inszenierung verleiht Daisy mehr Nuancen, als der Roman zuließ: Sie ist weder eine Bösewichtin noch eine Fantasie, sondern eine Frau, die sich in einer von Männern erschaffenen Welt zurechtfindet. Diese Geschichte ist perfekt für die Bühne, weil die Beziehung zwischen Gatsby und Daisy etwas von Natur aus theatralisch hat, und Regisseur **Marc Bruni** setzt das mit Flair ein – es ist eine Tragödie, eingehüllt in Tüll. Die gesamte Produktion wirkt wie Gatsbys Geist manifestiert: obsessiv, immersiv und nur leicht durchgeknallt. Gatsbys champagnergetränkte Verliebtheit, ihre sogenannte "zufällige Begegnung", sogar in seiner alten Militäruniform; Es fängt geschickt sein verzweifeltes Verlangen ein, genau dort weiterzumachen, wo sie vor fünf Jahren aufgehört haben, als wolle er, dass sie die Rollen ihrer früheren Ichs 'spielen'. Es ist Kostüm trifft tödliche Wahnvorstellung! Sogar die Partys sind eine Fata Morgana, eine funkelnde Blase, die darauf wartet zu platzen. Der berauschende Jazz-Pop-Soundtrack funkelt, und der Rest des Ensembles sorgt für viel Sprudel: **Corbin Bleus** Nick ist ein geschmeidiger, leicht verwirrter Beobachter (wie es sein sollte); **Amber Davies** bezaubert als zynischer Jordan; und **Jon Robyns**' Tom strahlt die Art von privilegierter Arroganz aus, die einem die Haut kribbeln lässt, indem er dreist seinen Schwiegercousin mitnimmt, um seine Geliebte zu treffen. Igitt!  Die Themen sind keinen Tag gealtert: neues Geld vs. alt, Klasse vs. Geld, Macht, männliches Ego, Wettbewerb, soziale Mobilität, das Streben nach Status und was es bedeutet, eine Frau in der Mitte zu sein. "Große Partys sind so intim" – und diese hier ist die größte von allen, die bis September über Londons größte Bühne glänzt, *Gatsby* wird diesen Sommer im West End sicherlich für Aufsehen sorgen.  Verpassen Sie es nicht, alter Sport, [**buchen Sie noch heute Ihre** ](https://www.londontheatredirect.com/musical/the-great-gatsby-tickets)Tickets.

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By Hay Brunsdon

Ich habe über 15 Jahre Erfahrung im Schreiben und Editoren und begann 2012 in der West-End-Theaterbranche zu arbeiten. Wenn ich nicht Theater schaue oder darüber schreibe, schwimme, wandere, laufe ich oder trainiere meist für Triathlons in den Stroud-Tälern.