Ein Sommernachtstraum – Bridge Theatre Rezension
Published on 6 June 2025
Shakespeares ursprüngliche Rom-Com, aufgewertet und weg mit den Feen (auf die bestmögliche Weise).
Vom Moment des Eintritts an wird das mit Blumenkränzen geschmückte Publikum mit stehenden Tickets sanft ins Herz des Geschehens geführt – eine sich bewegende Rundformation, bei der Plattformen steigen, Feen über uns hinwegschweben und Figuren aus der Menge hervortreten. An einer Stelle breitet sich ein riesiges Zelt über das Publikum aus und vermittelt auf die beste, surrealste Weise richtige 90er-Jahre-Sportstunden-Vibes. Es ist Theater als Spielplatz: unberechenbar, lebendig und herrlich chaotisch.

Im Zentrum der Produktion steht die inzwischen ikonische Rollentausch zwischen Titania und Oberon. Dieser Wechsel verleiht dem Stück eine frische Funktion. Susannah Fieldings Titania ist magnetisch – verspielt, kraftvoll und scharf wie eine Peitsche. JJ Feilds verliebter Oberon hingegen setzt mit Charme und Selbstbewusstsein auf die Absurdität des Zaubers. Ich war absolut besessen von seiner Truppe von begleitenden Feen, die sich um sein Himmelbett schweben und umrunden (es gibt 'Zuckerrausch bei einer Übernachtung nach zu vielen Maoams'-Energie).
David Moorst kehrt als Puck mit derselben anarchischen Brillanz zurück, die er 2019 einbrachte – teils Trickster, teils Gastgeber, teils Luftbildgeist – und zieht das Publikum wie ein überkoffeinierter Hochzeits-DJ ins Chaos hinein. Es ist unmöglich, ihn abzuwenden; stell dir einen drogenabhängigen Daffy aus The Beach vor, der seinen gruseligen "Betttisch-Hover" macht, nur mit seinem köstlichen nordenglischen Akzent. Ich habe es geliebt.
Emmanuel Akwafo ist als Bottom ein neuer Herausrager, der der Rolle Wärme und Humor verleiht, ohne es jemals zu übertreiben. Die Liebenden bringen ihre eigene Art von herrlicher Unordnung mit sich – alle verhedderten Glieder, eifersüchtige Ausfälle, atemlose Erklärungen und geschicktes komisches Timing, das jedes Lachen aus Shakespeares verworrenem Netz aus Zuneigung und Ablehnung hervorholt.
Optisch ist die Serie ein Wunder. Bunny Christies Bühnenbild, Bruno Poets Beleuchtung und der Einsatz von Musik und Bewegung verbinden sich zu etwas, das eher einem Fiebertraum als einem traditionellen Theaterstück ähnelt. Es ist laut, glitzernd und scheut sich nicht, Shakespeare in eine Nachtparty zu verwandeln.
Das ist kein staubiger Klassiker, der für den Sommer geweckt wird. Es ist ein lebhaftes, pulsierendes Turnier, das einen mitreißt und auf Trab hält. Egal, ob es dein erstes Mal ist oder du aus 2019 zurückkehrst – es ist eine Nacht, die du nicht vergessen wirst.
*P.S. Von Lynn von Alan Partridge (*Felicity Montagu) am Arm gepackt und am Ende der Show in den 'Midsummer Moshpit' geführt zu werden, um zu tanzen, so möchte ich jeden Donnerstagabend verbringen, bitte.

