Balletboyz

Published on 24 November 2017

Last updated on 5 January 2018

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 gewinnen Michael Nunn und William Trevitts Balletboyz Auszeichnungen und begeistern das Publikum mit ihren Werken. Fourteen Days bildet da keine Ausnahme und setzt ihre Tradition der Zusammenarbeit mit verschiedenen Choreografen und Komponisten fort.

Der Titel bezieht sich auf die Anzahl der Tage, die vier beauftragten Choreografen zur Verfügung gestellt werden, um ein neues Stück rund um das Thema Balance zu schaffen. Jeder Choreograf war mit einem Komponisten verbunden, und Fourteen Days war das Ergebnis.

14 Tage, 4 Choreografen und Komponisten, 11 Tänzer später ist die daraus entstandene Variation, inspiriert von Balance, faszinierend.

Javier de Frutus (Choreograf) und Scott Walker (Komponist) produzierten The Title is in the Text unter Paul Andersons harter Beleuchtung, um das Geschehen zu eröffnen. Sowohl Walkers Komposition als auch Andersons Beleuchtung sind eher düster und existenziell. Frutus stellt eine riesige Wippe in die Mitte der Bühne, um die die Tänzer krabbeln, hüpfen, balancieren und klettern.  

Ivan Perez und Joby Talbots hypnotisches Human Animal steht im Gegensatz zum ersten Werk. Dies war kaleidoskopisch und eher pferdeähnlich, erinnerte an Dressur und Pferde, die ausgestellt wurden.  

Für mich stach Christoper Wheeldon und Keaton Hensons Duett Us besonders hervor. So kunstvoll und mit solcher Kraft getanzt von Jordan Robson und Brad Waller.

Craig Revel Horwood und Charlotte Harding beendeten die erste Halbzeit mit einer leidenschaftlichen Leistung in The Indicator Line.

Dass die Musik von einem vierzehnköpfigen Live-Orchester gespielt wurde, war eine schöne Ergänzung.

Die zweite Hälfte bestand aus einer Überarbeitung von Russel Mailphants Fallen von 2013. Wunderschön beleuchtet von Michael Hulls und mit kraftvoller, fast tribaler Taktik von Armand Amar.

Nunns und Trevitts Fähigkeit, diese unterschiedlichen Tänze unter einem Banner und in einer Show zu vereinen, verkörpert Balletboyz. Kraftvolle Hebungen, Halten und Tragungen, gepaart mit kunstvollen Bodenarbeiten und wiederholten Motiven, verbinden Fourteen Days zu einem Ganzen. Das Zusammenführen der Neuheit von Fourteen Days und das Wiedersehen von Fallen sorgte dafür, dass die Serie gut ausgewogen wirkte.

Die Show ist ein Zeugnis für die Vielfalt des menschlichen Geistes, der ein Thema hat, aber auch für die Geschicklichkeit und Komplexität des menschlichen Körpers in Bewegung. Die Boyz sind zurück in der Stadt!

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