Brief Encounter: eine ausgezeichnete Mischung aus klassischem Kino und zeitgenössischem Theater
Published on 4 April 2018
Kneehighs Adaption von Brief Encounter, Noel Cowards klassischem Film von 1938, wurde im Empire Cinema auf dem Haymarket uraufgeführt. Das atemberaubende Interieur des Kinos aus den späten 20ern ergänzt die Inszenierung perfekt und verleiht dem Beginn des Stücks die richtige Atmosphäre. Platzanweiser in Uniform begrüßen das Publikum und singen, während du deinen Platz findest. Das Ensemble ist vielseitig begabt und spielt während der Vorshow und während der gesamten Aufführung eine Vielzahl von Musikinstrumenten.

Das Stück selbst bewahrt einige der filmischen Qualitäten des Originalfilms. Es mischte auch Medien, Live-Action-Szenen interagieren mit projizierten Darstellungen. Die Schauspieler treten nahtlos von der Bühne auf die Leinwand – ein Übergang, der sowohl theatralisch als auch ein Trick des Kinos ist.
Die beiden Medien harmonieren gut miteinander in Emma Rices gut durchdachter und umgesetzter Adaption. Es ist eine ausgezeichnete Mischung aus klassischem Kino und zeitgenössischem Theater. Das Stück wird von der Musik und den Texten von Noel Coward und Stu Barker untermalt, einige davon sind anachronistisch, passen aber dennoch zum Stil des Stücks. Jos Slovick verdient eine Erwähnung für seine Interpretation von "Go Slow, Johnny". Das Lied ist sowohl schön als auch tragisch und betont den Gefühlskonflikt in der Geschichte der beiden Hauptfiguren.
Neben den beiden Hauptdarstellern ist das Stück voller ungewöhnlicher und unterhaltsamer Figuren, die die Bühne füllen und dem Stück eine weitere Charme verleihen. Insgesamt bietet das Stück einen nostalgischen, eleganten und außergewöhnlichen Theaterabend.
Brief Encounters ist bis zum 2. September gebucht, du kannst deine Tickets hier bekommen.

By Harrison Fuller
Theaterleiter, Schriftsteller, Schöpfer.
