Ahnungslos, das Musical im Trafalgar Theatre – echt ein Riesenspaß!
Published on 14 March 2025
Schalte deine Piepser aus und schick dir selbst einen Strauß Blumen, denn Clueless, The Musical ist in London angekommen, komplett mit farbcodiertem Kleiderschrank, Partys im Valley und romantisch Drama in Hülle und Länge.

Cher ist meine Art von Heldin, seit ich vor fast 30 Jahren die VHS im örtlichen Videoladen gemietet habe (Schrei!!). Sie ist das beliebteste Mädchen in der Schule, aber ohne diese typische Bosheit; die Königin ohne den Stachel! Ja, sie ist naiv, selbstbezogen, oberflächlich und eine einmischende Heiratsvermittlerin, aber sie versucht auch, ihr Privileg zu nutzen, um anderen zu helfen, und ist völlig **offen für Wachstum – was die Handlung vorantreibt. Seien wir ehrlich, Cher Horowitz rannte (in diesem Alaïa-Kleid), damit Regina, George und Glinda laufen konnten. Charakter-Zeugnispunkt: A+.
Die amerikanische Schauspielerin Emma Flynn erweckt Cher auf der Bühne zum Leben, und was die Treue zu unserer geliebten Alicia Silverstones Darstellung der Figur im Film angeht, trifft sie genau den Nagel! Bis hin zum klassischen, langgezogenen 'Joooshhhhh'-Winsen fühlt es sich an, als wäre Alicia direkt vor uns auf der Bühne.
Das hat viel mit Amy Heckerlings Beteiligung an der Produktion zu tun. Sie ist nicht nur die ursprüngliche Autorin und Regisseurin des Clueless-Films (basierend auf Jane Austens Klassiker Emma), sondern adaptierte ihn auch für die Bühne. Das Drehbuch bleibt dem messerscharfen Witz des Films treu, komplett mit den ikonischen Einzeilern, und ähnlich wie Paul Rudd bleibt die Komödie auch 30 Jahre später perfekt. Amy hat absolut alles bewahrt, was wir kennen und lieben, und ** hat es mit KT Tunstalls Musik und Glenn Slaters Texten verstärkt.
Man denke an einen Hauch von Bubblegum-Pop, aber mit KTs 'nie-leicht-festzumachen'-Kante, was bedeutete, dass jeder Song anders klang und den Score dadurch noch einprägsamer machte. Die Besetzung wechselte mühelos vom peppigen 'New Girl' zu Joshs Pop-Punk 'Human Barbies'. Großes Lob an Romona Lewis-Malley, die Tai in ihrem West-End-Debüt spielt, diesen Bronx-Akzent und den Stimmschlag in 'All That and a Bag of Chips' – davon hätte ich mich noch mehr gewünscht, Bitte.
Weitere völlig entscheidende Highlights: die Bühnenchemie (ein langsames Schmelzen) zwischen Cher und Josh, gespielt von Keelan McAuley. Die kreative Inszenierung: dieser Sofa-zu-Weiß-Jeep ('Klar, ich habe total pausiert!'). Die Choreografie in der Swing-Club-Szene – Chef's Kiss und die guten alten Amber-Modeentscheidungen; so ikonisch wie eh und je.
Die Beverly Hills-Kulisse sorgte für diesen funkelnden Eskapismus, und ich verließ das Kino in diesem warmen, märchenhaften Romcom-Glanz. Es ist auf jeden Fall der sonnige Stimmungsaufheller, den wir jetzt brauchen.
Richtig, ich bin raus! Ich muss meine Garderobe komplett umbauen – karierte Dreiteiler und 90er-Jahre-Schürtelkleider. Ahnungslos, ich kann es kaum erwarten, dich wiederzusehen. *Ich hoffe, nicht sporadisch. *


