Stimmungsmusik in 250 Wörtern
Published on 6 June 2018
Mood Music, das derzeit im Old Vic Theatre in London aufgeführt wird, ist ein scharfsinniges neues Stück über den Machtkampf zwischen zwei Personen in der Musikindustrie und das größere Thema der Kommerzialisierung von Kreativität. Das Stück ist frisch und interessant und von seinem sechsköpfigen Ensemble äußerst gut gespielt, aber letztlich fehlt es an Regie.

Mood Music ist für mich sehr originell geworden. Indem das Machtverhältnis nicht nur zwischen den Hauptfiguren, sondern auch deren Anwälten und Therapeuten untersucht wird, taucht das Stück tief in die Reibungen und Fehlschlüsse der Musikindustrie ein, insbesondere in die Grauzone der kreativen Kreditwürdigkeit. Ich genieße es immer, etwas zu sehen, das 'ein bisschen anders' ist, und Mood Music ist das auf jeden Fall.
Dieses Stück beruht besonders auf der Glaubwürdigkeit seiner Figuren, und alle sechs sind sehr überzeugend. Seána Kerslake, die Katze spielt, ist entsprechend sympathisch, und Ben Chaplin, der Bernard spielt, bringt einen dunklen, aber unterhaltsamen Humor in die Produktion.
Insgesamt wirkt Mood Music jedoch zu ziellos. Die Prämisse des Stücks und die darauf angesprochenen Punkte scheinen sich im Kreis zu drehen, anstatt die Handlung voranzutreiben. Obwohl der Ton des Stücks großartig ist, entwickelt es sich über die beiden Akte hinweg nicht genug, um das anfängliche Interesse aufrechtzuerhalten.
Insgesamt ist Mood Music ein Stück mit einer scharfen, frischen Prämisse, der jedoch an Richtung fehlt. Es ist immer noch ein interessantes Theaterstück, aber es könnte besser funktionieren, wenn es klarer irgendwohin führen würde.
Mood Music läuft bis zum 16. Juni im Old Vic .
