REZENSION: Meine Nacht mit Reg, The Loud schien wirklich zu fa-a-ade zu wirken
Published on 28 January 2015
Hasties Inszenierung wurde letztes Jahr im Donmar Warehouse von Kritikern gelobt und wurde seitdem ins West End ins Apollo Theatre verlegt. Der Film spielt in den 1980er Jahren mitten in der AIDS-Krise und folgt My Night With Reg dem Leben von sechs ungleichen Freunden innerhalb der schwulen Community Londons, die verzweifelt versuchen, das Leben trotz anhaltender Angst und Tragödie zu genießen.
Die Inszenierung ist unbestreitbar von lobenswerter Qualität, obwohl das Stück selbst 2015 gealtert wirkt und vielleicht unangenehm fehl am Platz ist. Die Fülle grober Anspielungen trägt zum Beispiel dazu bei, dass das Stück stellenweise unpassend farcehaft wirkt, während die Schrecken der AIDS-Epidemie zum Glück im heutigen London viel weniger präsent sind.
Sofort werden wir mit Peter McKintoshs detailliertem Bühnenbild konfrontiert: ein maßstabsgetreues Wohnzimmer, das allein in der Mitte der Apollo-Bühne steht, der Rest besteht nur aus kahlen blauen Wänden. Dieses Setting wirkt etwas merkwürdig, da die gesamte Aufführung innerhalb eines Raumes stattfindet, der von einem Meer aus blauem totem Raum überragt wird – tatsächlich muss ich zugeben, dass ich mich an einer Stelle fragte, ob das bedeuten soll, dass die Männer tatsächlich in einer Art Fegefeuer gefangen sind. Der Raum selbst ist jedoch so warm und wunderbar detailliert, wie man es von Guys (Jonathan Broadbent) Wohnraum erwarten würde. Auch kein Teil des Raumes wird vernachlässigt, denn jedes Bauteil bis zum Magazinfach wird irgendwann von Hastie genutzt, um keinen weiteren toten Raum zu schaffen.
Das Stück versucht, die künstlerischen Komplexitäten der Freundschaft der sechs Figuren zu erforschen; ihre starke Liebe zueinander, wenn auch mit fragwürdigen Loyalitäten, und ihre angeborene Einsamkeit. Und das gelingt ihm recht gut – besonders in der Untersuchung der Feinheiten der faszinierend turbulenten Beziehung zwischen Bennie (Matt Bardock) und Bernie (Richard Cant). Die unvermeidlichen und zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Bardocks lautem hartem Mann und Cants tristerer, sensibler Seele sind eine deutliche Quelle für Lachen im Publikum. Das Paar bietet jedoch mehr als nur komödiantischen Wert und dient oft als ernüchternde Erinnerung an die zugrundeliegenden Tragödien ihrer jeweiligen Lügen.
Julian Ovenden als John und Geoffrey Streatfeild als Daniel schaffen eine wunderschöne Fallstudie für vergiftete Freundschaften, deren eigene Freundschaft durch die paradoxe Kombination aus Loyalität und Verrat geprägt ist, die sich am deutlichsten in ihrer bittersüßen Version von David Bowies Starman zeigt.
Im Verlauf der Geschichte teilen jeder der Männer, sogar einschließlich des jungen angestellten Dekorateurs Eric (in einer soliden Darstellung von Lewis Reeves), ein dunkles Geheimnis mit Guy, das jeden von ihnen mit dem gesichtslosen Reg verbindet. Hier ist das Stück fast übertrieben farcehaft, und zusammen mit den unerbittlichen Anspielungen und dem Toilettenhumor wird es deutlich unausgewogen, wodurch die ansonsten sorgfältig gestalteten Beziehungen zwischen den Figuren verwässert werden.
Insgesamt ist My Night With Reg eine wunderbar produzierte und fantastisch gespielte Serie, die jedoch unter veraltetem Humor leidet, der diese Stärken nur dämpft.
My Night With Reg Rezension: ★★★ ☆☆
Brad St. Ledger
@BradStLedger
By London Theatre Direct
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