REZENSION: Der Fährmann (in genau 250 Wörtern)

Published on 27 September 2017

Es ist nicht leicht, Der Fährmann in nur 250 Wörtern gerecht zu werden – es wäre in zehnmal so viel schwer. Dies ist ein sehr kurzer Überblick; Um die Wirkung dieser gewaltigen Produktion zu schätzen, muss man sie einfach sehen.

Der Fährmann spielt in Nordirland in der turbulenten Zeit des Jahres 1981. Er folgt der vielschichtigen, verworrenen Geschichte der Familie Carney, während sie versuchen, sowohl familiäre als auch politische Spannungen zu meistern. Letztlich kommen mehrere Handlungsstränge zusammen, um eine spannende, eindrucksvolle und unerwartete Endszene zu schaffen. 

Das Stück, geschrieben von Jez Butterworth und inszeniert von Sam Mendes, dauert über drei Stunden, hat mich aber während der gesamten Zeit gefesselt. Jede Figur hat eine glaubwürdige und lebendige Persönlichkeit; man wird in ihre individuellen Geschichten hineingezogen und spürt in diesen drei Stunden sehr, ein Teil der Carney-Familie geworden zu sein. 

Die Besetzung von The Ferryman ist außergewöhnlich brillant. Paddy Considine und Laura Donnelly sind besonders beeindruckend und fesseln das Publikum mit der Lebendigkeit ihrer Figuren vom Moment an, in dem die Bühnenlichter aufgehen. Jedes Mitglied des Ensembles verleiht der Show Würze; In Kombination mit authentisch atmosphärischer Inszenierung und Beleuchtung bleibt eine Produktion, die fesselnd und überzeugend ist. 

Nachdem ich kürzlich The Ferryman gesehen hatte, verbrachte ich Tage damit, darüber nachzudenken. Der Fährmann wurde zwar erst dieses Jahr produziert, aber er ist bereits ein Klassiker. Wenn du also diesen Herbst nur ein Theaterstück siehst, dann mach daraus dieses.