REZENSION: WeGotTickets Musical Comedy Award Finale
Published on 26 April 2017
Im neunten Jahr fanden die Finals des Musical Comedy Award am 10. April im The Lyric Theatre statt, wo zehn Finalisten um die ultimative Comedy-Krone kämpften.
Der Abend wurde von der kratzigen Tina Turner Tea Lady moderiert, die über die Bühne schlurfte und das Publikum vor jedem Act (buchstäblich) mit den Füßen stampfen ließ, während sie ein paar Klassiker abspielte und dabei Einzeiler kitzelte. Sie war eine ausgezeichnete Gastgeberin für das Finale.
Angeführt wurde die Veranstaltung von Four Femmes on the Thames, die nicht nur unglaublich witzig waren, sondern auch als Quartett wunderschön sangen.
Die Show begann mit dem Comedy-Trio Two Plus One, bestehend aus Luke Sumner, Joshua Chana und Archie Henderson. Die drei rappten sich durch die Probleme eines Millennial-Handbuchs und sprangen mit der ganzen Energie und Freude eines witzigen Hüpfburgs aneinander. 'Living at Home' war ein persönliches Highlight und sie hatten den Preis für die besten Neulinge absolut verdient.
Das Finale strotzte vor komischer Vielfalt. Mit skurrilen, sachlichen Reimen von Rasputin's Lunchbox, dem Comic-Rock-Duo ShitStorM und dem musikalischen Einmischer Friz Frizzle (der mir Toy Story ruiniert hat) brachte jeder Act eine frische Wendung in die musikalische Komödie, und kein Act war wie der andere.
Wieder einmal waren Jamie D'Souza und Matt Hutson brillant, und obwohl ich ihre Sets schon einmal gehört hatte, musste ich immer noch lachen. Hurt und Anderson begeisterten das Publikum mit ihren akustischen Tinder-Horrorgeschichten, und Katie Pritchard machte großen Spaß in ihrem musikalischen Medley aus Gemüsedrama.
Tom Taylors unbeholfenes, kicherndes Set war der Höhepunkt des Abends, und er versetzte das Publikum in einen ständigen Hysterie. Obwohl er über seine kleine Tastatur hockte und nur flüchtige Blickkontaktbewegungen machte, erfüllten sein Charakter und sein Witz das Theater mühelos und hielten das Publikum in seiner Handfläche. Taylor war der einzige Act, der zwei Auszeichnungen gewann: als Zweitplatzierte und Gewinner des Publikumsfavoritenpreises.
Der Kronentitel wurde an Will Hislop verliehen, der zuvor zweimal als Finalist angetreten war und sein Set eröffnete, indem er die Klage seiner Mutter teilte, er sei "immer Brautjungfer und niemals Braut". Sein Set war witzig, trocken und musikalisch hell. Hislop war charmant und mühelos lustig, und ich hätte nicht aufgeregter sein können, ihn endlich zur Braut werden zu sehen. Die Musical Comedy Awards sind eine fantastische Feier von Stand-up und alle Finalisten waren hervorragend.
